Die sonderpädagogischen Förderplanung
Um ein förderdiagnostisches Planungs- und Reflexionsinstrument für die Schüler in der Hand zu haben, entschieden sich die Lehrer der DON-BOSCO-SCHULE für ein einheitliches Verfahren, dass für alle Schüler der unterschiedlichen Lernstufen gelten kann.
So wird über jeden Schüler eine so genannte Ist-Stand-Erfassung angelegt, auf Grund deren Ergebnis ein individueller Förderplan erstellt wird. Damit werden vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten in verschiedenen Teilbereichen
- der Motorik, Sensomotorik und Wahrnehmung,
- des Lern- und Arbeitsverhaltens,
- der Sprache und Kommunikation,
- dem Sozialverhalten und der Emotionalität
erfasst. Die genannten Teilbereiche sind jeweils untergliedert in individuelle Förderziele, die als Orientierungshilfe für die schulische Förderung zu sehen sind. Neben diesem "allgemeinen Teil" enthält die Ist-Stand-Erfassung auch eine Abfrage der für die einzelnen Lernstufen zu erwartenden Lernziele in den verschiedenen Teilbereichen der Fächer Mathematik und Deutsch.
Ist die Ist-Stand-Erfassung angelegt, entsteht das Profil eines recht differenzierten Bedingungsfeldes, auf dessen Grundlage der so genannte Förderplan individuell für jeden Schüler erstellt wird. Die Schwerpunktsetzung bei der Planung der notwendigen Maßnahmen liegt entweder auf den Teilbereichen der Fächer Deutsch und Mathematik und/oder auf dem o.g. "allgemeinen Teil"
Die Förderpläne werden zweimal im Jahr bearbeitet. Bis Ende Oktober wird für neue Schüler die Ist-Stand-Erfassung durchgeführt und der Förderplan für das laufende Schuljahr erstellt. Bei allen anderen Schülern werden die bestehenden Pläne evaluiert. Eine zweite Bearbeitung findet im Februaur statt, wo alle Pläne evaluiert werden.
Bei der Überprüfung der Lernentwicklung kann festgestellt werden, ob der Förderbedarf weiterhin besteht und wenn ja, mit welchen Schwerpunkten. Dabei kann es durchaus notwendig sein, die Förderung bestimmter Schwerpunkte um einen weiteren Zeitraum zu verlängern.
Die regelmäßige Erarbeitung und Beurteilung der Förderpläne stellen einen - besonders bei hoher Klassenstärke - zeitlich und organisatorisch recht aufwändigen Arbeitsauftrag für die Lehrer dar.
- Die Arbeit an den Förderplänen hat zu einer sehr differenzierten Sichtweise über jeden Schüler verholfen.
- Sie erlaubt aufgrund der sehr detaillierten Festschreibung der Lernziele, eine verbindliche Orientierung für alle Lernstufen.
- Sie bietet Lehrern, Schülern und Eltern einen konkreten nachweisbaren Rahmen sonderpädagogischer Fördermaßnahmen und ist damit auch eine Grundlage für die Elternberatung, besonders im Hinblick auf die Leistungsbeurteilung in den Zeugnissen.