Lernen in der Oberstufe
Ein fester Bestandteil der schuleigenen Curricula der Klassen 8-10 ist die Vermittlung von schulischen Kenntnissen, die zum Erwerb eines Schulabschlusses nötig sind.
Weitere wichtige pädagogische Ziele unserer Arbeit sind die Befähigung unserer Schüler zu einer ihren Fähigkeiten entsprechenden
- Berufsausbildung,
- Facharbeiterausbildung oder
- Eingliederung in die Arbeitswelt ohne Ausbildung.
In Leistungsprofilen wird das Leistungsvermögen der Jugendlichen erfasst und differenziert gefördert.
Im Rahmen des BO-Camps und des Kompetenzchecks haben die Schüler die Möglichkeit den "Hamet-Test" durchzuführen. Er ist ein Verfahren, das Kompetenzen ermittelt, die für das Bestehen in einem Beruf unerlässlich sind: soziale und handwerkliche Kompetenzen, sogenannte Schlüsselqualifikationen u.ä.
Die dabei gewonnenen Kenntnisse sind Grundlage für die Auswahl eines geeigneten Praktikumsplatzes und für weitere Beratungsgespräche vor dem Eintritt in das Berufs- und Erwerbsleben. Außerdem ist er sehr hilfreich für den Schüler, sich realistisch einschätzen zu lernen was seinen Berufswunsch und seine tatsächlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten betrifft. Die Ergebnisse des Hamet dienen auch als Grundlage für eine gezielte Förderung.
Die Hinführung zum Berufs- oder Arbeitsleben findet in der Schule in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit statt. Konkrete Kontakte zur Arbeitswelt durch Praktika und Eigentätigkeit in Betrieben vermitteln den Jugendlichen Erfahrungen, Kenntnisse und Erkenntnisse technischer und sozialer Art. Sie lassen Interessen aber auch Grenzen erkennen.
Der Praxistag in Klasse 8 (O1)
Bei der Vorbereitung auf mögliche Berufe ist den Fähigkeiten der Schüler, den Anforderungen der Gesellschaft, der Wirtschaft und dem pädagogischen Auftrag von Schule Rechnung zu tragen. Ziel ist es, eine möglichst umfassende Information über solche Berufe zu geben, die von unseren Schülern ausgeführt werden können, wobei eine möglichst realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Schwächen unerlässlich ist.
Eine Anbahnung erster Erfahrungen auf beruflicher Ebene ist der sogenannte Praxistag.
Diese wöchentlich stattfindende Begegnung mit berufsnahen Alltagssituationen wird in der Klasse 8 über das gesamte Schuljahr hinweg durchgeführt. Ermöglicht wird dieses Vorhaben durch Bereitstellung von Arbeitsplätzen bei der "Erftstädter Tafel", "Rewe Richrath" und dem Schulkiosk. In diesem Rahmen haben die Schüler die Gelegenheit, die für berufliches Bestehen unbedingt nötigen Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit, Ausdauer, Disziplin, angemessenes Verhalten gegenüber Arbeitskollegen und Vorgesetzten, Teamgeist u.ä. einzuüben und zu festigen.
Die Erftstädter Tafel ist eine Initiative Erftstädter Bürger, die sich dafür einsetzen, dass wertvolle, übrig gebliebene Lebensmittel nicht vernichtet werden, sondern bedürftigen Menschen zukommen. Die Schüler arbeiten bei der Sammlung, Sortierung und Verteilung der Lebensmittel unter betriebsnahen Bedingungen mit.
Im Rewe Richrath haben die "Praxistag"-Schüler die Möglichkeit die unterschiedlichen Arbeitsbereiche, z.B. Einkauf, Service und Verkauf, im Einzelhandel kennen zu lernen.
Der Schulkiosk bereitet für die Schüler und Lehrer an diesem Tag ein gesundes Frühstück zu.
Dabei gibt es folgende Schwerpunkt zu beachten:
- Einhalten der Hygienevorschriften
- Erstellen von Organisationsplänen
- Auswertungen von Bestelllisten
- Einkauf
- Kalkulation - Preisfestsetzung
- Korrektes Ausführen der anfallenden Arbeiten nach Arbeitsplänen
- Verkauf
- Kosten-Überschussrechnung
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Ehemalige Betriebe für den Praxistag
Bei Catering Füngeling lernten die Schüler Arbeitsabläufe (z.B. Planung, Lagerung, Vorbereitung, Produktion (warme und kalte Küche), Speisenausgabe, Service und Hygiene) in einer Großküche kennen.
Reifen Liebecke ermöglichte den Schülern Einsichtungen und Erfahrungen im Breich KFZ zu erlangen und den Ablauf in einer Werkstatt praktisch zu erleben.
Praktika in den Klassen 9 (O2) und 10 (O3)
Die Schüler der Klasse 9 (O2) und 10 (O3) absolvieren jeweils pro Stufe ein 3- wöchiges Praktikum zur Berufswahlorientierung/-findung.
Ihren Praktikumsplatz müssen sie nach Möglichkeit selbst auswählen und selbständig suchen. Bei Bedarf leisten die Klassenlehrer selbstverständlich Unterstützung.
Selbständigkeit wird aber angestrebt!
Während der Praktikumszeit werden die Schüler durch den Klassenlehrer betreut.
Berufliche Orientierung in der Klasse 9 (O2)
In der 9. Klasse besucht der Berufsberater die Schüler zum gegenseitigen Kennenlernen.
Erste Informationen über Berufe und nachschulische Förderangebote werden gegeben.
Eine Woche nach den Herbstferien findet dann für die Schüler das erste dreiwöchige Betriebspraktikum statt.
Auch erhalten sie die Möglichkeit eines Besuchs im BIZ (Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit).
Nach einer kurzen Einführung können sie dort verschiedene Berufe in Wort und Bild kennen lernen (Anforderungen, Bildungsvoraussetzungen, Entlohnungen, Gefahren usw.).
Berufliche Orientierung in der Klasse 10 (O3)
1. Erste Berufsberatung (meist im ersten Quartal des 10. Schuljahres) durch die Agentur für Arbeit - wenn vorhanden, schon unter Einbeziehung der Ergebnisse des psychologischen Eignungstests (siehe auch Punkt 2).
Hier werden folgende Möglichkeiten für die Zeit nach der Schule angesprochen bzw. besprochen:
a) schulische Weiterbildung durch den Besuch einer Vorklasse oder eines Berufsgrundschuljahres an einem Berufskolleg (mit Unterstützung der Agentur für Arbeit)
b) Einstieg in den Arbeitsalltag durch das Finden einer Arbeitsstelle (ungelernt)
c) Besuch einer überbetrieblichen Ausbildung (mit Unterstützung des Agentur für Arbeit)
d) Einstieg in eine duale Ausbildung
Diese Empfehlung wird vom Klassenlehrer in Nachbesprechungen und beim Elternsprechtag aufgegriffen und vertieft.
2. Psychologischer Eignungstest durch den psychologischen Dienst der Agentur für Arbeit:
Die Schüler bekommen, jeweils einzeln, eine Einladung zu diesem Test in die Agentur für Arbeit. Ziel dieses Tests ist es, ein Befähigungsprofil zu erstellen und so gezielte Berufsberatung zu ermöglichen.
3. Zweites dreiwöchiges Betriebspraktikum vor den Herbstferien
Schon gegen Ende der Klasse 9 beginnen die Schüler mit der Suche nach einem Praktikumplatz. Sie sind gefordert, gezielt vorzugehen und tatsächlich nur solche Betriebe zu wählen, die eine Arbeit oder einen Beruf anbieten, deren Anforderungen von der betreffenden Schülerin oder dem betreffenden Schüler zu erfüllen sind. Berufe wie Kindergärtner/in, Krankenschwester, Kfz-Mechaniker oder Installateur scheiden z.B. als Ausbildungsberufe wegen zu hoher Anforderungen aus und werden daher als Betriebspraktikum nicht akzeptiert. Die Beratung hat unter anderem das Ziel, dass die Schüler ihre eigenen Möglichkeiten besser einschätzen lernen.
4. An das absolvierte dreiwöchige Betriebspraktikum schließt sich nach den Herbstferien der Befit (Berufsfindungstag) an. Die Schüler arbeiten bis zum Ende des Schuljahres mittwochs in der Regel in dem Betrieb, in dem sie vorher ihr Praktikum absolviert haben.
5. Die Besichtigung und Erkundung ortsnaher Betriebe sind ein fester Bestandteil innerhalb der Berufsorientierung.
6. Zweite Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit
Ende des ersten Halbjahres der Klasse 10 findet die zweite gezieltere Berufsberatung an 1-2 Vormittagen statt. Hier werden den Schülern in einem Einzelgespräch die Ergebnisse des psychologischen Eingangstests mitgeteilt und gleichzeitig Empfehlungen für den beruflichen Werdegang gegeben (siehe Punkt 1).
7. Besuch von Berufsbildungswerken (BBW) und Fördereinrichtungen
Jugenddorf Frechen, IB Wesseling, Berufskolleg Hürth.
Von Seiten der DON-BOSCO-SCHULE besteht primär das Interesse, die Schüler mit einem gesicherten Fundament an Basisqualifikationen auszustatten und sie so gut und individuell wie möglich auf die Arbeitswelt vorzubereiten.










